(K)Ein Fest wie jedes andere!

"Niemand ist so verrückt,
dass er nicht einen
noch Verrückteren findet,
der ihn versteht."

(Friedrich Nietsche)

Da lässt man sie einmal in Urlaub fahren und schon hat man die Bescherung....wovon gerade die Rede ist? Von Uli und Matze. Aber mal von vorn:
Am 26. August 2004 bekam die jule ein Packet. Alle saßen gespannt um das grün gestreifte Päckchen und es dauerte ein wenig, bis wir uns trauten, es auszupacken. In dem Packet waren T-Shirts (auch grün gestreift), Blumenkränze, Papiernelken und ein Brief. Joe las uns den Brief vor und es verschlug uns fast die Sprache:

"Wir haben geheiratet".

Auch nach mehrmaligem Lesen dieses Satzes war es noch nicht so richtig zu glauben. Hatten die beiden doch glatt still und heimlich geheiratet. Und anscheinend wussten alle davon, nur wir nicht.

Auf jeden Fall war in dem Päckchen auch eine Einladung zu einer Hochzeitsfeier, die wir (logischerweise) gern annahmen - auch wenn sich die Beschreibung der Feststätte etwas abenteuerlich las. So ging es los. Am 11. September (die beiden flitterten vorher ein wenig) trafen wir uns um 06.00 Uhr in der Frühe. Es ging Richtung Görlitz, in die östlichste Gemeinde Deutschlands. Denn dort gibt es die Kulturinsel Einsiedel.

Gut gelaunt holten Uli und Matze uns am Morgen in Eggolsheim ab. Sie kamen gerade frisch aus den Flitterwochen.



Dann ging die Reise los!

Also sollten wir irgendwann mal behauptet haben, Autofahrten wären langweilig - spätestens nach diesem Tag waren wir anderer Meinung. Kaum hatten wir die ersten Kilometer gefahren (wir sind extra früh aufgestanden, um rechtzeitig auf der Kulturinsel zu sein) blieb unser treuer jule-Bus mit einem Motorschaden stehen. Nachdem Ersatzautos organisiert, der jule-Bus abgeschleppt, alle Passagiere und Gepäckteile umgeladen waren konnte die Fahrt mit etwas Verspätung fortgesetzt werden. Schaut mal, wie traurig unser Hochzeits-jule-Bus dreinschaut. Sieht fast so aus, als wäre er auch gerne bei unserem Ausflug dabei gewesen, oder?
Schließlich kamen wir dann doch noch auf der Kulturinsel Einsiedel an. Begrüßt wurden wir von den Wassergeistern. So kam es, dass schon unser Einzug ins Erdhaus (unsere Schlafunterkunft für diese Nacht) feuchtfröhlich war.
Nachdem wir alles für die Feier am Abend vorbereitet und uns auf der Kulturinsel umgesehen hatten, ließ uns der Inselkönig ausrichten, dass wir ihn um halb 7 im Erdhaus erwarten sollen. Also warteten wir...
...bis drei laute Kanonenschüsse die Ankunft des Inselkönigs und seiner Inselgeister ankündigten.
In einem kleinen Festzug ging es quer über die Kulturinsel in die Feuerschänke.
Dort gab es ein leckeres Buffet mit Würstchen vom Spieß und Stockbrot und leckeren Salaten und Shrimpsspießen und, und, und,...

Nachdem wir alle satt waren konnten wir es kaum erwarten, ins Erdhaus zurück zu gehen. Denn schließlich hatten wir ja noch so einiges vor. Bevor die Feier so richtig losgehen konnte war natürlich ein Hochzeitswalzer angesagt.
Jetzt waren wir dran mit Tanzen. Zum Glück hatten wir im Frühjahr alle einen Tanzkurs gemacht. So konnte eigentlich Jeder mit Jedem mal tanzen.
Und es tanzten wirklich alle!
Naja, fast alle...
Natürlich gab es zwischendurch auch immer viel Zeit für Gespräche.
Gespräche unter Männern...
...Gespräche unter Frauen...
...und Gespräche unter KollegInnen.
Nachdem wir getanzt hatten kühlten wir uns alle im Kannibalenbad ab. Abkühlen? Nein, wir hatten eher das Gefühl, wir werden gekocht.
Den Anfang machte Holger mit den Jungs...
...dann der Rest der Gruppe...
...und zum Schluss die ganz Hartgesottenen mit dem guten Imunsystem.
Zwischendurch gab es dann natürlich auch ein wenig Musik. Wir hatten nämlich für Uli und Matze ein kleines Lied gedichtet.
Endlich konnten wir Uli und Matze auch unsere Geschenke überreichen. Um die alle aufzuzählen reicht der Platz hier nicht aus, aber wir können sagen, dass sie sich beide ein Loch in den Bauch gefreut haben.
Das war uns klar. Deswegen hatten wir auch eine Hochzeitstorte gemacht, mit der wir dieses Freuden-Loch wieder stopfen konnten.
So vergingen die Stunden und es wurde später und später und allmählich wanderten wir alle ins Bett....
Nach so einer kurzen Nacht war das Aufstehen am nächsten Morgen umso schwerer. Es gibt da ein Foto, das sagt eigentlich alles aus, findet ihr nicht?
Auch das angekündigte Morgenbad im Kessel verschoben wir lieber.
Ein paar Spritzer Wasser und ein kräftiges Frühstück später hatten wir dann aber wieder genug Kraft, um uns auf der Kulturinsel noch ein wenig auszutoben, bevor wir die Heimfahrt wieder antraten.
Jetzt bleibt uns eigentlich nur noch zu sagen, dass wir alle zusammen zwei wunderschöne Tage hatten und alle Kids und KollegInnen der jungen Familie alles Gute für die Zukunft zu wünschen. Übrigens - die Einladung zur Silberhochzeit nehmen wir gerne an!


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